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‚Mädchenjahre’ Die Idee zu dieser Bildreihe entstand nach ganz normalen Kontakten in der heutigen Zeit mit jungen Menschen. Augenscheinlich für mich verändert sich das Erscheinen, gerade bei jungen Mädchen, von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, und sehr oft lag ich mit der Schätzung ihres Alters völlig daneben. Schon 15, 16 Jährige verstehen sich längst als junge Frau, haben scheinbar alles im Griff und wissen ohnehin über alles Bescheid. Aber wie war das wohl vor rund 130 Jahren? Gründerzeit. Sicher suchten auch damals viele junge Frauen in der Stadt eine Arbeit. Wenn diese aber getan war, zogen sie sich in ihre einfachen Kammern zurück. Allein, ohne MP3 Player. Hier beginnt die Bebilderung meiner Vorstellungen. Sicher wurde auch gesagt, dass sie jetzt bereits Frauen sind und bald ein Mann in ihr Leben treten würde. Aber was hieß das genau für sie. Neugierde und zugleich Unsicherheit ergriff ganz sicher mehr und mehr die Gedankenwelt dieser Mädchen. Bin ich hübsch genug, wird man mich bemerken ? Was muss ich tun? Wie mache ich mir das Haar? Zarte, wohltuenden Berührungen eines Seidentuches auf der nackten Haut im Wind. Auch spielerisch forschender Übermut, sich fotografierend, malend. Scheinbar endlose Nächte und aufkommende Sehnsüchte. Irgendwie so oder ähnlich könnte es wohl vielfach gewesen sein. Bei der Umsetzung dieses Themas bemühte ich mich, vielleicht um der Zeit nach meinem Gefühl näher zu sein, dieser speziellen Bildbearbeitungsform. Scheinbar einer Federzeichnung gleich, besitzt auch hier jedes Bild die Authentizität eines Fotos, die Geschichte hingegen, war nur Fantasie.
Auch hier wünsche ich Ihnen Freude beim Betrachten dieser Serie. Fred Wabnik
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